Salzhemmendorf seit der Gebietsreform von 1973-1983
Von Edith Drössler
Mai 2007
1973 - 1983
1973
Im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform entsteht zum 01.01.1973 die Einheitsgemeinde Flecken Salzhemmendorf mit den 11 Ortsteilen. Im Vorgriff auf die Eingemeindung haben die beteiligten Gemeinden einen Gebietsänderungsvertrag geschlossen. Darin wurde unter anderem vereinbart, dass der neue Flecken Salzhemmendorf in seiner Hauptsatzung, die durch den aus Mitgliedern der ehemaligen Räte bestehenden Interimsrat beschlossen wurde, die Bildung nebenstehender Ortschaften beschließt. Mit Verfügung des Präsidenten der Bezirksregierung vom 8. Mai wird Salzhemmendorf als zentraler Ort bestimmt. In der Postanschrift erhält jeder Ortsteil eine Nummer, z.B. Lauenstein wird Salzhemmendorf 2. In der ersten kommunalen Gemeindewahl am 25.03.1973 wird der neue Rat des Fleckens Salzhemmendorf gewählt. In seiner ersten Sitzung am 19.04.1973 ernennen die Ratsherren Otto Hesse zum Bürgermeister des Fleckens Salzhemmendorf. Nachfolger des Gemeindedirektors Günter Hillmer wird ab 01.07.1973 Peter Buchmann.
| Ortschaft | Bisheriger Flecken / Gemeinde |
| Salzhemmendorf | Salzhemmendorf, Levedagsen |
| Lauenstein | Lauenstein |
| Hemmendorf | Hemmendorf |
| Osterwald | Osterwald |
| Oldendorf | Oldendorf, Ahrenfeld |
| Benstorf | Benstorf |
| Wallensen | Wallensen, Ockensen, Thüste |
Der Standort für das neue Schulzentrum wird in Richtung Lauenstein festgelegt. Die Verwaltung im Rathaus wird mit technischen Mitteln ausgestattet und tritt der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale Südwestniedersachsen in Hameln bei. Der Anschluss für Ahrenfeld an die zentrale Wasserversorgung wird an den Wasserbeschaffungsverband "Mittleres Saaletal" beauftragt. Die neue Saale-Sporthalle in Oldendorf wird eingeweiht.
1974
Der erste Bauabschnitt des Schulzentrums für das Schuljahr 75 / 76 wird in Auftrag gegeben. Im Zuge des Kanalbaus werden die ersten Arbeiten in Angriff genommen.
1975
Die Kanalisationsarbeiten in Lauenstein sind abgeschlossen. Das Schulzentrum in Salzhemmendorf wird eingeweiht und der 2. Bauabschnitt beginnt. Aufgrund der Schulreform werden die Grundschulen in Hemmendorf, Osterwald, Benstorf und Thüste geschlossen. In Oldendorf, Lauenstein, Salzhemmendorf und Wallensen bleiben sie bestehen. Die freigewordenen Schulgebäude werden für soziale und kulturelle Zwecke weiter unterhalten.
1976
Nach der Gemeindewahl am 03.10.1976 wird der bisherige Bürgermeister des Fleckens Salzhemmendorf Otto Hesse wiedergewählt und als 1. stellvertretender Bürgermeister Karl-Heinz Grießner benannt. Der Name "Schule am Kanstein" wird auf das neue Schulzentrum übertragen. Im Baustoffverkauf wird im OT Salzhemmendorf der erste kleine "Müller-Baumarkt" eingerichtet. Dieser Baumarkt wird in den nächsten Jahren ständig erweitert.
1977
Errichtung eines neuen Postgebäudes in Salzhemmendorf, in dem auch eine Zahnarztpraxis untergebracht ist. Das Sportgelände Wallensen-Thüste erhält die Bezeichnung "Glückauf-Sportgelände", die Sporthalle in Oldendorf den Namen "Saaletal-Sporthalle Oldendorf".
1978
Im Schulzentrum Salzhemmendorf wird die Orientierungsstufe eingeführt. Das Straßenbauprogramm des Fleckens ist durchgeführt.

Grundsteinlegung der neuen Grosskläranlage bei Quanthof

Das neue Schulzentrum "Schule am Kanstein"
1979
Die Vergabe der Arbeiten zum Bau der Großkläranlage Quanthof ist erfolgt.
1980
Den Antrag der Hannoverschen Basaltwerke auf Bodenabbau im Ith wird abgelehnt. Kanalbauarbeiten in Hemmendorf und Benstorf-Quanthof. Einweihung der "Glück-Auf-Sporthalle" Thüste/Wallensen am 29.08.1980.
1981
Am 27.09.1981 wird Jobst von Wendorff als neuer Bürgermeister vom Flecken Salzhemmendorf gewählt. Die Großkläranlage in Quanthof wird in Betrieb genommen.
1982
Die Kanalbauarbeiten in den OT Oldendorf und Benstorf sind abgeschlossen. Aufgrund der Verordnung über die Mindeststärke, die Gliederung nach Funktionen und die Mindestausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr im Land Niedersachsen vom 29.07.1981 werden im Flecken Salzhemmendorf die Ortsfeuerwehren Oldendorf, Salzhemmendorf und Wallensen als Stützpunkt-Feuerwehren eingerichtet und unterhalten.
1983
Bedingt durch die hohe Arbeitslosenzahl im Gemeindegebiet, wird erstmalig eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme (ABM) durchgeführt. Es werden u.a. Arbeiten zur Verbesserung und Pflege des Landschaftsbildes im Flecken ausgeführt. Am 05.06.1983 feiert der Spielkreis Salzhemmendorf sein 10-jähriges Bestehen. Die Kanalbaumassnahmen im OT Ockensen sind abgeschlossen. Die Polizeiaußendienststelle hat in Salzhemmendorf ihren Dienst aufgenommen.
Wappen des Fleckens Salzhemmendorf

Beschreibung
Im gespaltenen Schild links ein aufgerichteter, silberner, rot gekrönter nach links schauender Löwe auf blauem Grund, rechts ein aufgerichteter, ungekrönter, goldener, nach links schauender Löwe auf rotem Grund in blau - silber gestückter Einfassung.
Bedeutung
Dieses Wappen wird vom Flecken Salzhemmendorf seit 1984 geführt. Es zeigt das Wappen des ehemaligen Amtes Lauenstein, zu dem auch die elf Ortsteile einst gehörten. Die beiden Teile des gespaltenen Schildes bekunden die beiden Lauensteiner Börden als besondere Gerichtsbezirke. Die linke Hälfte zeigt, obwohl unhistorisch dafür, den Eversteiner Löwen. Dies symbolisiert die Unterbörde mit Gerichtsstätte an der Thie-Linde. Die rechte Hälfte stellt die Oberbörde dar, deren Dingstelle sich am Möhlenbrink befand.