Chronik des Fleckens Salzhemmendorf

Nach der Eiszeit


Bodenfunde aus dem Ith

Nach der Eiszeit setzt die dauernde Besiedelung Nordeuropas ein. Damit beginnt die Herausbildung einer grossen Bevölkerungsgruppe, die von der Wissenschaft als Indogermanen bezeichnet wird. Mit Hilfe der Sprachforschung hat die Urgeschichte ein immer deutlicher werdendes Bild dieser frühesten Bevölkerung Nordeuropas herauszuschälen gewusst. Schon in der frühen Jungsteinzeit sind die beiden frühen Gruppen der West- und Ostindogermanen zu unterscheiden. Im Ausgang der Jungsteinzeit und während der Bronzezeit teilen sich die Westindogermanen auf in Germanen und Kelten. Die Germanen besiedeln das norddeutsche Flachland und Skandinavien.

Aus der jüngeren Steinzeit liegen urgeschichtliche Streufunde vor: ein geschliffenes Steinbeil aus Jadeith, eine durchbohrte und geschliffene Steinaxt, eine brandkeramische Arbeitsaxt und ein Mahlstein. Beim Bau der Ithstrasse wurde ein Bronzebeil mit Schäftungsabsatz gefunden. Mehrere Urnenfunde aus der beginnenden Eisenzeit lassen im Umkreis der Lauensteiner Kirche einen germanischen Begräbnisplatz vermuten. Zahlreiche Auffälligkeiten, bei denen menschliche Einwirkungen zu erkennen sind, weisen darauf hin, dass im gesamten nördlichen Ith (früher auch Igath) eine vorgeschichtliche Kultanlage grossen Ausmasses bestanden hat. Zeitlich dürften die Spuren bis ins 3.- 5. vorchristliche Jahrtausend zurückführen.

Römerzeit

53 v. Chr.
Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über unsere Vorfahren stammen aus dem Buch "Germania" von dem Römer Tacitus. Zwischen Harz, Weser und Elbe lebt der germanische Stamm der Cherusker. Zwischen 12 v. Chr. und 4 n. Chr. werden sie von den Römern unterworfen. Im Jahre 9 n. Chr. besiegen die Cherusker unter Arminius die Römer in der Schlacht am Teuteburger Wald und werden wieder unabhängig. Nach dem Tod des Arminius 19 n. Chr. werden die Cherusker von den Chatten unterworfen.

150
Ptolemäus erwähnt die durch unser Tal führende Strasse, die heutige Bundesstrasse 1, in seiner Erdbeschreibung als eine alte Heer- und Handelsstrasse. Die Heerstrasse führt von Aachen über Paderborn und Hameln nach Hildesheim, Brandenburg, Berlin und Königsberg. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte werden die Cherusker von den Sachsen überlagert. Das Stammesherzogtum Sachsen teilt sich auf in Nordleute, Ostfalen, Westfalen und Engern. Grenzfluss zwischen Ostfalen und Engern ist vermutlich die Leine.

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Wappen des Fleckens Salzhemmendorf

wappen des fleckens salzhemmendorf

Beschreibung

Im gespaltenen Schild links ein aufgerichteter, silberner, rot gekrönter nach links schauender Löwe auf blauem Grund, rechts ein aufgerichteter, ungekrönter, goldener, nach links schauender Löwe auf rotem Grund in blau - silber gestückter Einfassung.

Bedeutung

Dieses Wappen wird vom Flecken Salzhemmendorf seit 1984 geführt. Es zeigt das Wappen des ehemaligen Amtes Lauenstein, zu dem auch die elf Ortsteile einst gehörten. Die beiden Teile des gespaltenen Schildes bekunden die beiden Lauensteiner Börden als besondere Gerichtsbezirke. Die linke Hälfte zeigt, obwohl unhistorisch dafür, den Eversteiner Löwen. Dies symbolisiert die Unterbörde mit Gerichtsstätte an der Thie-Linde. Die rechte Hälfte stellt die Oberbörde dar, deren Dingstelle sich am Möhlenbrink befand.